VORSORGE

Pflegeversicherung

Alle gesetzlich krankenversicherten Peronen sind auch pflegeversichert. Wer wegen er Schwere der Pflegebedürftigkeit Unterstützung benötigt, kann diese bei der Pflegekasse beantragen. Wird die Pflegebedürftigkeit anerkannt, können Sachleistungen und Pflegegeld in Anspruch genommen werden. Die betroffene Person entscheidet selbst, wie und von wem sie gepflegt wird. Voraussetzung für den Bezug von Pflegegeld ist, dass die häusliche Pflege selbst sichergestellt ist, z. B. durch Angehörige oder andere ehrenamtlich tätige Pflegepersonen.
Das Pflegegeld wird dem Betroffenen von der Pflegekasse überwiesen. Ausführliche Informationen erhalten Sie von Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse.
Leistungen ab 1. Januar 2012:
Pflegestufe I    235 Euro


Pflegestufe II    440 Euro

Pflegestufe III    700 Euro

Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung bezieht sich auf die Art und Weise der medizinischen Behandlung bei schwerster Erkrankung – für den Fall, dass Sie z. B. wegen dauerhafter Bewusstlosigkeit oder schwerer Hirnschädigung nicht mehr in der Lage sind, Ihre Vorstellungen selbst zu äußern oder durchzusetzen.
Festgelegt werden unter anderem Art und Umfang von Wiederbelebungsmaßnahmen, von lebensverlängernden Maßnahmen oder die Transplantation fremder Organe. Auch eine Vertrauensperson, mit der das Pflegepersonal bei wichtigen Entscheidungen Rücksprache halten muss, kann darin benannt werden. Eine Beratung durch den Hausarzt wird empfohlen.

Broschüre, Formulare und Informationen:
Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09
18132 Rostock    0 18 05/77 80 90
www.bmj.de 

Betreuung und Betreuungsverfügung

Wer seine persönlichen, wirtschaftlichen und/oder rechtlichen Angele-genheiten nicht mehr selbstständig regeln kann, dem wird als rechtliche Vertretung eine Betreuung an die Seite gestellt. Der Betreuer muss vom Vormundschaftsgericht offiziell eingesetzt werden und wird auch durch diese Stelle in seiner Arbeit kontrolliert. Im Gegensatz zum alten Vormundschaftsrecht ist aber mit dieser Betreuung keine automatische Entmündigung mehr verbunden. Mit einer Betreuungsverfügung bestimmen Sie selbst, wer Ihre gesetzliche Betreuung übernehmen soll oder wen Sie ablehnen. Außerdem können Sie Wünsche äußern, wie die Betreuung inhaltlich aussehen soll oder wie Sie im Pflegefall versorgt sein möchten. Für die Hinterlegung oder Aufbewahrung sowie für das Dokument selbst bestehen keine Formvorschriften oder Regelungen. Trotzdem ist es ratsam, sich hierzu Rat und Hilfe einzuholen.
www.bmj.bund.de
Betreuungsbehörde
Kreis Rendsburg-Eckernförde

Kaiserstraße 8    0 43 31/2 02-4 03/-4 04
24768 Rendsburg    Fax 0 43 31/2 02-2 95/-5 96
betreuungsbehoerde(at)kreis-rd.de    

Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht benennen Sie eine Person, die bereit ist, im Bedarfsfall für Sie zu handeln. Dadurch soll eine (gesetzliche) Betreuung vermieden werden. Handlungsfähig ist Ihr Bevollmächtigter nur dann, wenn er die Vollmacht im Original vorweisen kann. Sie können das Schriftstück an einem Ort verwahren, den der Bevollmächtigte kennt, oder auch von vornherein an ihn übergeben. Gegen Gebühr kann man die Vollmacht auch im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registrieren lassen.
Registrierung:
www.vorsorgeregister.de
Formulare und Broschüren:
www.bmj.bund.de    

Generalvollmacht

Jeder Patient, der in der Lage ist, eigenverantwortlich zu entscheiden und seinen Willen zu bekunden, kann eine Generalvollmacht erteilen oder verändern. Dagegen ist eine Willenserklärung eines geschäftsun-fähigen oder verwirrten Patienten nichtig
(§ 105 BGB).
Beratung und Beurkundung durch einen Notar wird empfohlen.    

Testament – Der letzte WilleFoto: Rainer Sturm/www.pixelio.de

Um sicherzugehen, dass Ihr Nachlass in die richtigen Hände kommt, sollten Sie frühzeitig ein Testament aufsetzen. Der Gesetzgeber unterscheidet das notarielle Testament und das private Testament. Letzteres muss vollständig von Ihnen selbst mit der Hand geschrieben, mit Ort und Datum versehen sowie mit Vor- und Nachnamen unterzeichnet werden. Ein notarielles Testament wird vor einem Notar erklärt und von diesem niedergeschrieben. Das ist eine kostenpflichtige Leistung, hat aber den Vorteil, dass Sie fachkundig beraten und über die Konsequenzen Ihrer Verfügung aufgeklärt werden. Ein Erbvertrag wird zwischen zwei oder mehreren Vertragspartnern geschlossen. Er kann, im Gegensatz zum Testament, nur mit Zustimmung beider Vertragspartner geändert werden.
Das Testament wird in der Regel beim Amtsgericht oder bei einem Notar hinterlegt. Wenn Sie es dagegen zu Hause aufbewahren, sollten Sie sicherstellen, dass nach Ihrem Tod auch darauf zurückgegriffen werden kann. Jeder, der ein Testament in Besitz hat, ist verpflichtet, es nach dem Tod des Erblassers an dem örtlich zuständigen Amtsgericht abzuliefern.
Amtsgericht Eckernförde
Reeperbahn 45
24340 Eckernförde    0 43 51/7 15-3

Sterbeversicherung

Wer eine Sterbeversicherung abschließt, kann dadurch die Art und den Ablauf der Beisetzung beeinflussen. Das Sterbegeld wird der vom Versicherungsnehmer frei gewählten Person oder dem Bestattungsunternehmen, mit dem eine Einigung getroffen wurde, ausgezahlt.

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